In den meisten Haushalten steht mehr als ein Fahrzeug. Wie die Einstufungen dabei zusammenspielen, ist eine der häufigsten Fragen — und eine, bei der sich mit etwas Planung Geld sparen lässt.
Jeder Vertrag hat seine eigene Klasse
Auch wenn zwei Autos derselben Person gehören: Jeder Vertrag führt seine eigene Schadenfreiheitsklasse. Sie entwickeln sich unabhängig voneinander, und ein Schaden am einen Fahrzeug wirkt sich nicht automatisch auf das andere aus.
Die Zweitwagenregelung
Für ein zweites Fahrzeug im selben Haushalt bieten die meisten Tarife eine Zweitwagenregelung an: Statt bei SF0 startet der Zweitwagen in einer besseren Klasse. Wie gut genau, unterscheidet sich von Tarif zu Tarif und steht in den Bedingungen.
Wichtig für den Zusammenhang mit einer Sondereinstufung: Diese ist für das erste eigene Fahrzeug gedacht beziehungsweise für den Fall, dass gar keine anrechenbare Klasse vorliegt. Läuft parallel schon ein Wagen auf dich, gelten für ein zweites die üblichen Regeln — nicht die Sondereinstufung.
Partner im gemeinsamen Haushalt
Wenn beide Partner eigene Fahrzeuge versichern, hat jeder seine eigene Klasse. Fährt einer von beiden das Auto des anderen regelmäßig mit, muss das im Fahrerkreis stehen. Das kostet etwas mehr, ist aber die einzig saubere Lösung: Stimmt die Angabe nicht, kann die Versicherung im Schadenfall kürzen.
Ein häufiger Denkfehler: Die bessere Klasse des einen Partners hilft dem anderen nicht automatisch. Sie lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen übertragen — dann fehlt sie aber demjenigen, der sie abgibt.
Firmenwagen daneben
Ein Dienstwagen läuft auf die Firma und baut für dich keine eigene Klasse auf. Er steht damit außerhalb dieser Rechnung: Weder verbessert er deine Einstufung, noch schadet er ihr. Wer parallel privat ein Fahrzeug versichert, sammelt dort ganz normal weiter.
Wer den Dienstwagen abgibt und erstmals privat versichert, findet die Ausgangslage im Beitrag über die Firmenwagen-Historie ausführlicher beschrieben.
Was sich planen lässt
Wenn im Haushalt in absehbarer Zeit mehrere Fahrzeuge dazukommen oder wegfallen, lohnt es sich, die Reihenfolge einmal durchzudenken, bevor der erste Vertrag unterschrieben ist. Welches Auto auf wen läuft, wer als Fahrer eingetragen wird und welche Klasse wo entsteht — das ist am Anfang eine Entscheidung und später ein Aufwand.