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Führerschein5 Min. Lesezeit9. März 2026

BF17: Was das begleitete Fahren für deine Versicherung bedeutet

Junger Mann mit Autoschlüssel neben seinem ersten eigenen Wagen (KI-generiertes Symbolbild)

Das begleitete Fahren ab 17 gilt vor allem als Sicherheitsprogramm. Dass es sich auch auf den Versicherungsbeitrag auswirkt — und zwar über Jahre —, wissen die wenigsten, die sich dafür entscheiden.

Was BF17 eigentlich ist

Beim begleiteten Fahren ab 17 machst du die Führerscheinprüfung regulär, darfst danach aber bis zum 18. Geburtstag nur in Begleitung einer eingetragenen Person fahren. Die Begleitperson muss die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen und in der Prüfbescheinigung namentlich eingetragen sein.

Entscheidend für alles Weitere ist: Du bekommst deine Fahrerlaubnis bereits mit 17. Sie ist zunächst nur eingeschränkt nutzbar, aber sie ist erteilt — und das Datum dieser Erteilung steht auf deinem Führerschein.

Warum das Datum auf dem Führerschein zählt

Wenn die Einstufung in der Kfz-Versicherung an Führerscheinjahren hängt, wird ab dem Erteilungsdatum gezählt — nicht ab dem 18. Geburtstag und nicht ab dem Tag, an dem du dein erstes Auto anmeldest. Wer mit 17 eingestiegen ist, bringt damit ein volles Jahr mehr mit als jemand, der erst mit 18 angefangen hat.

Bei einer Einstufung nach der Formel „Führerscheinjahre plus zwei“ macht dieses eine Jahr eine ganze Schadenfreiheitsklasse aus. Und weil die Klasse dich danach durch alle weiteren Jahre begleitet, ist der Vorsprung nicht einmalig, sondern bleibt bestehen.

Wo du das Datum findest

Auf dem Kartenführerschein steht das Erteilungsdatum der jeweiligen Klasse auf der Rückseite in der Tabelle — bei Klasse B in der Spalte mit dem Anfangsdatum. Auf der Vorderseite findest du unter Punkt 4a zusätzlich das Ausstellungsdatum des Dokuments. Die beiden können auseinanderfallen, etwa wenn der Führerschein später ersetzt wurde. Für die Einstufung zählt die Erteilung der Fahrerlaubnis.

Wenn du unsicher bist, welches Datum das richtige ist: Schick uns einfach die Angabe, die auf deinem Führerschein steht. Wir sagen dir, was daraus folgt.

Was BF17 sonst noch bringen kann

Viele Tarife honorieren die Teilnahme am begleiteten Fahren zusätzlich mit einem eigenen Nachlass. Ob ein Tarif das tut und wie hoch der Nachlass ausfällt, steht in seinen Bedingungen — pauschal lässt sich das nicht sagen, weil es von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich geregelt ist. Fragen kostet nichts, und es ist eine der wenigen Stellschrauben, die du schon vor dem ersten Auto in der Hand hast.

Während der Begleitphase: Wer versichert das Auto?

In der Zeit zwischen 17 und 18 fährst du fast immer das Auto der Eltern, und dieses Auto ist über deren Vertrag versichert. Wichtig ist, dass die Versicherung weiß, dass ein Fahranfänger im Begleiteten Fahren das Fahrzeug nutzt. Der Nutzerkreis gehört zu den Angaben, die im Vertrag stimmen müssen — dazu mehr im Beitrag über das Versichern auf die Eltern.

Sobald du 18 wirst und ein eigenes Fahrzeug anmeldest, beginnt dein eigener Vertrag. Erst dort baust du eine eigene Schadenfreiheitsklasse auf — und erst dort zählen deine Führerscheinjahre für die Einstufung.

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