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Familienabsicherung6 Min. Lesezeit4. Mai 2026

Risikolebensversicherung: Wann sie für Familien sinnvoll ist

Es ist der Vertrag, über den niemand gern nachdenkt — und zugleich einer der günstigsten, die es gibt. Für Familien mit Kindern oder einem Kredit ist er der Kern der Absicherung.

Was sie ist und was nicht

Eine Risikolebensversicherung zahlt eine vereinbarte Summe, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt. Sie bildet kein Kapital — es gibt am Ende der Laufzeit nichts zurück. Genau deshalb ist sie so günstig.

Sie ist nicht zu verwechseln mit einer Kapitallebensversicherung, die Absicherung und Sparen mischt. Für die reine Absicherung ist die Trennung fast immer die bessere Lösung: Risiko dort absichern, wo es günstig ist, und getrennt davon sparen.

Wann sie wirklich gebraucht wird

Immer dann, wenn jemand von deinem Einkommen abhängt oder eine Verbindlichkeit im Raum steht. Konkret: Kinder, Immobilienkredit, ein Partner, der wegen der Familie beruflich zurücksteckt.

Wer keine Angehörigen hat, für die er sorgt, und keine Schulden, braucht sie nicht. Das ist einer der wenigen Verträge, bei denen sich die Frage klar mit ja oder nein beantworten lässt.

Wie hoch die Summe sein sollte

Eine verbreitete Orientierung sind drei bis fünf Jahresbruttoeinkommen. Wichtiger als die Faustregel ist aber die konkrete Rechnung: Was muss abgedeckt sein? Die Restschuld des Kredits, die Jahre bis zum Ende der Ausbildung der Kinder, der Unterschied zwischen bisherigem Einkommen und dem, was danach bliebe.

Bei einem Immobilienkredit ist die Restschuld die harte Untergrenze — alles darunter bedeutet, dass die Familie das Haus im Ernstfall nicht halten kann.

Warum das Eintrittsalter über den Beitrag entscheidet

Der Beitrag richtet sich nach Alter und Gesundheit beim Abschluss — und bleibt dann für die gesamte Laufzeit, wie er ist. Eine 28-jährige Person mit gutem Gesundheitszustand zahlt für eine solide Summe oft nur um die 10 Euro im Monat.

Dieselbe Absicherung zehn Jahre später kostet deutlich mehr, und mit einer zwischenzeitlichen Diagnose kann sie ganz verschlossen sein. Das ist der Grund, warum sich Aufschieben hier tatsächlich rächt — anders als bei den meisten anderen Verträgen.

Zwei einzelne Verträge statt einer für beide

Bei einer verbundenen Police für beide Partner wird nur einmal gezahlt — danach ist der Vertrag beendet, und der Hinterbliebene steht ohne Absicherung da. Zwei getrennte Verträge kosten etwas mehr, leisten aber im Zweifel doppelt und lassen sich bei einer Trennung sauber auseinanderhalten.

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