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Glas5 Min. Lesezeit18. Mai 2026

Glasversicherung in der Mietwohnung — nötig oder nicht?

Von allen Zusatzbausteinen ist die Glasversicherung der billigste — und der, bei dem am häufigsten gefragt wird, ob er überhaupt nötig ist. Die Antwort hängt an einem einzigen Gegenstand in deiner Küche.

Was als Glas gilt

Die Glasversicherung unterscheidet zwei Bereiche. Gebäudeverglasung sind Fensterscheiben, Türverglasungen und Balkontüren. Mobiliarverglasung ist alles, was zur Einrichtung gehört: Glastischplatten, Vitrinen, Spiegel — und, oft übersehen, das Ceranfeld sowie die Glasscheibe des Backofens.

Duschkabinen zählen je nach Tarif zum einen oder anderen Bereich. Bei einer Mietwohnung mit Einbauküche lohnt der Blick, was genau eingeschlossen ist.

Warum weder Hausrat noch Haftpflicht einspringen

Die Hausratversicherung ersetzt Schäden durch Feuer, Einbruch, Leitungswasser und Sturm. Ein Topf, der auf das Ceranfeld fällt, ist keine dieser Gefahren — sie zahlt nicht.

Die Privathaftpflicht greift, wenn du fremdes Eigentum beschädigst. Sprungst du selbst die Scheibe des Nachbarn, zahlt sie. Zerbricht dein eigenes Ceranfeld, ist es dein Schaden — und dafür ist sie nicht zuständig.

Genau dazwischen liegt die Lücke, die die Glasversicherung schließt.

Wann sie sich rechnet

Der Baustein kostet meist zwischen 3 und 6 Euro im Monat. Ein Ceranfeld zu ersetzen kostet je nach Modell schnell mehrere hundert Euro — bei einer eingebauten Platte kommt der Einbau hinzu.

Die Rechnung ist damit überschaubar: Ein einziger Schaden in mehreren Jahren gleicht die Beiträge aus. Wer eine Wohnung mit Einbauküche, Ceranfeld und Duschkabine bezogen hat, trifft mit dem Baustein selten die falsche Entscheidung.

Wann du darauf verzichten kannst

Wohnst du in einem möblierten Zimmer, kochst mit Gas oder auf einer alten Herdplatte und hast weder Glastisch noch Duschkabine, bleibt wenig übrig, was der Baustein abdecken könnte. Dann kannst du ihn weglassen — und später ergänzen, wenn sich die Wohnsituation ändert.

Ein Blick in den Mietvertrag lohnt außerdem: Ist die Küche vom Vermieter gestellt, klärt sich dort, wer für Schäden daran aufkommt.

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